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Ich freue mich besonders, die Erfahrungen hier veröffentlichen
zu dürfen, die einer meiner Kunden mit seinem neuen Messer
in Namibia gemacht hat. Er kam zurück nach Deutschland
und schrieb mir folgenden Anwender-Bericht:
"Lieber Gerhard,
es wird Zeit, mich nach meinen sechs Monaten Namibia bei
dir zu melden.
Es waren sechs überwiegend schöne, fast immer anstrengende
und faszinierende Monate, in denen es auch die eine oder
andere gefährliche Situation mit Viehdieben und Buschbrand
gab. Ich war ja nicht als behüteter Tourist da, sondern
habe auf einer Farm 20 km nördlich von Windhoek gearbeitet
und alle 15 Missionsstationen über das Land verteilt bereist.
Ca. 8.500 km auf dem Logg, davon ca. 1.500 km Gravelpad.
Übernachtungen im Busch auf dem Pick-Up, da wegen Hochwasser
kein Weiterkommen, in der Homestead (Rundhütte) bei Namibiern,
Buschleuten, weil der 4x4 streikte.
Faszinierendes Land, faszinierende Menschen. Bin zur Jagd
gegangen, nicht Trophäen schießen, sondern Fleisch
für die Küche. Springbock, Warthog und Kudu. Und hatte von
Anfang an immer Dein Messer dabei, fast immer als Back-up
ans Bein getapet. Es sollte nicht mein Arbeitsmesser sein,
viel zu schön, zog am Gürtel getragen zu viele, zu gefährlich
begehrliche Blicke auf sich. Wie gesagt, ich war kein beschützter
Tourist...
Habe es bei meiner Küchenarbeit eingesetzt, mit ihm am 24.12.
mittags einen jungen Kudubullen (ca. 250 kg) im Berg "ausgezogen".
Nicht ganz allein...
Bin vorsichtig mit dem Messer umgegangen, habe es NICHT,
wie dort üblich, während der roten Arbeit, mit dem am Jagdwagen
angeketteten Keramikschärfer nachgeschärft. Ich nehme das
mal vorweg, es sieht immer noch so aus, wie von Dir erhalten,
keine Macke, nirgendwo.
Die Schneidleistung ist phänomenal!
Ganz besonders auf Zug lässt sich das Messer gut führen;
die dicht hinter der Schneide liegenden Finger lassen ein
richtig gutes Abhäuten und Zerwirken zu. Bei den richtig
großen "Brocken" werden zum Zerwirken sowieso riesige
Küchenmesser, das Beil oder die Säge eingesetzt. Habe nicht
einmal das Gescheide angeschnitten oder durchstossen.
Dass es hervorragend Wurst und Käse schneidet, Fett gut
aufs Brot streicht, muss ich nicht besonders erwähnen. Ich
bin nach wie vor richtig verliebt in das Gerät. Es sieht
nicht aus wie das gewohnte Jagdmesser, soll es ja auch nicht
sein; es zog im Camp anfänglich manchen verwunderten/befremdeten
Blick (vor allem südafrikanischer Jäger) auf sich. Schön
fanden sie es alle.
Dann habe ich es den Profis - mit Ermahnung zur Vorsicht
- in die Hand gegeben, und es zog ein Ausdruck der Bewunderung
über die Gesichter, wenn das Ding schnitt wie Hölle.
Mein Wunsch? Wenn man glitschige Hände hat, dann muss man
vorsichtig sein, damit sich das Messer nicht in der Hand
dreht. (Ist die Hand richtig blutig, dann klebt das so,
dass die Gefahr nicht mehr besteht). Ich habe ernsthaft
überlegt, backbords und steuerbords je eine schmale Fläche
anzuschleifen. Habe es dann doch gelassen, fürchte, es würde
die Harmonie der Form zerstören. Es bleibt so wie es ist.
Und mein Dank an Dich und die Bewunderung für Deine Arbeit
bleibt auch."
K.
Herzlichen Dank für die spannenden Einblicke in
deine Erlebnisse und für die freundliche Genehmigung
zum Veröffentlichen des Artikels auf meiner Webseite!
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